• Anna Maria Stein

Norwegen - Trollstigen

Mana Camping haben wir früh am Morgen verlassen. Der Plan war den Parkplatz vor der Sperrung zum Trollstigen anzufahren und dort die Zeit bis zur Öffnung zu nutzen und mit Yari und Koda zu wandern.

So weit, so gut, so schön! Als wir hoch kamen warteten schon andere, einige hatten hier wohl auch die Nacht verbracht. Das kannten wir schon von der Öffnung des Aurlandsfjellet.


Wir nahmen Yari und Koda und los gings. Kamera... vergessen... na ja... was solls.

Als wir zurück kamen dachten wir es könnte nicht wahr sein. Was ein Betrieb, mittlerweile standen dann auch schon Autos, Wohnmobile und Motorräder Schlange vor der Absperrung. Es war halt der Trollstigen und nicht der Aurlandsfjellet, obwohl ich ja finde der steht in Schönheit und Erlebnisfaktor dem Trollstigen nicht nach... höchstens die Bekanntheit mag ihm fehlen.


Wir guckten uns an und konnten nur ahnen wie das enden würde. Jetzt standen wir nun mal hier, gingen ins warme WoMo, kochten uns einen Kaffee und schauten dem Schauspiel zu. Da das alles noch dauerte schnappte ich mir die Kamera und lief nochmal runter zum Fluss, mit Stativ und allem was man so braucht für eine nette Langzeitbelichtung:

Als ich zurück kam ging der Pass dann auf, und das Elend nahm seinen Lauf, nach 10 Minuten wurde die Strasse wieder gesperrt weil es sich an den Serpentinen staute. Unfälle gabs wohl auch und was sich so genannte Instagrammer und Influencer da abhielten ging auf gut Deutsch auf keine Kuhhaut! Es wurde in den Kurven angehalten um sich so gut wie möglich selbstdarstellend mit Selfistick abzulichten. Echt jetzt???? Wir konnten beobachten wie ein Busfahrer einen solchen ordentlich zu recht wies weil er die Kurve im wahrsten Sinne nicht nehmen konnte weil da das Auto von so einem Vogel im Weg stand.


Was tun? Wir packten unseren Rucksack und machten die kleine Wanderung zum Stigfossen, was die Norweger eben so unter klein und leicht verstehen. Aber das kannten wir ja nun schon. Klar war, die Entscheidung war gold richtig wir bekamen tolle Aus- und Einblicke auf den Trollstigen und auch die Wasserfälle. Ausblicke aufs Verkehrschaos gabs auch:


Der Blick zurück ins Tal:

Und wieder nach vorne zum Trollstigen, die unteren Serpentinen:


Der Stigfossen:


Hier endete unsere Wanderung auch, denn dann gings die Stufen hoch zur Trollstigenstraße, die waren naß, rutschig und abschüssig.

So liefen wir wieder zurück und genossen nochmal den Blick ins Tal:


Als wir zurück kamen hatte sich das Chaos dann auch merklich beruhigt der Stau hate sich aufgelöst und so entschieden wir nun zu fahren. Wenn ich ehrlich bin... ich bin froh dass ich da nicht fahren musste, die Straße hat es schon in sich. Auf jedenfall ein Erlebnis, aber auch eine Herausforderung für den Fahrer.

Oben angekommen haben wir dann einen der wenigen Parkplätze ergattern können und sind zu den Aussichtspunkten gelaufen


Faszinierend und auch irgendwie erhabend wie sich die Straße dann vor einem auffaltet in diesem Tal. Es wäre sehr schade gewesen wenn uns dieses Erlebnis entgangen wäre! Wir genossen diesen Ausblick etwas und dann ging es weiter durch eine Art Hochtal, schneebedeckt.

Die Norweger jedenfalls sind schon klapperhart... die standen oberkörperfrei mit kurzen Hosen am Straßenrand und gingen zum Skifahren.


Øvstestøylen... ein kleines altes Dorf wie viele hier gut erhalten und gepflegt! Ein Stop lohnt sich!

N 62° 23.071 E 007° 34.782 entlang der FV63.



Wir entschlossen bis kurz vor Geiranger zu fahren und uns dort einen Schlafplatz zu suchen, wir wollten am nächsten Morgen in Geirangercamping einchecken und wussten aus den sozialen Medien, dass dort alles recht voll ist also: je früher, desto besser und so fanden wir in einer Seitenstraße zu einem Tunnel mit Blick auf einen kleinen Bach und rauschenden Wasserfällen noch ein Plätzchen zum Schlafen.

Diese vielen sehr eindrucksvollen Erlebnisse zu sortieren fällt immer schwerer!


Hier gehts weiter...

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